Tumorimpfung

tumorimpfung Die Idee, einen Impfstoff gegen Krebszellen zu entwickeln, gibt es schon über 200 Jahre. Die Erkenntnis, dass Mikroorganismen (Bakterien und Viren) gegen sie gerichtete Abwehrkräfte stimulieren, führte schließlich zu der Vermutung, dass es beim Menschen eine spezifische Abwehr gegen Krebszellen geben müsse. Dies führte zum therapeutischen Ansatz der Tumorimpfung.


Die Tumorimpfung soll dem Immunsystem helfen, Krebszellen als Feinde zu erkennen und sie zu vernichten. Der optimale Zeitpunkt für die Tumorimpfung ist nach der Entfernung des Tumors, d.h. bei möglichst geringer Tumorlast. Das Immunsystem kann in dieser Situation eine zielgerichtete Immunantwort gegen zukünftig auftretende Tumorzellen generieren.

 

Soll das eigene Immunsystem gegen die Krankheit Krebs aktiv werden, benötigt es spezifische Informationen über die anzugreifenden Zellen. Dafür gibt es in unserem Körper spezielle Informationszellen, die wie Wächter arbeiten. Deren wichtigster Vertreter sind die Dendritischen Zellen. Dank modernster Zellkultur lassen sich Dendritische Zellen heute nach einer einfachen Blutentnahme im Labor züchten.